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Annapurna – Eine Begegnung mit Nepal II

Regen. Regen von oben, von der Seite und von unten? Was da vom Boden kam sind jedoch keine Tropfen, sondern fast schon niedliche kleine Blutegel, „leaches“ wie unser Trekkingguide lachend sagt und uns behilflich ist, die Blutsauger zu entfernen, „they come with the rain“. Na kurzer Zeit sind meine ursprünglich weißen Wandersocken mit Blutflecken übersäht. Spätestens jetzt weiß man, warum die Hosen in die Socken gesteckt werden sollen. Langsam geht es bergan, durch dampfenden, blühenden und ursprünglichen Regenwald. Ob die Nässe vom Schweiß der Anstrengung oder dem unendlichen Regen herrührt, ist bald nicht mehr zu unterscheiden. Doch irgendwann haben wir das Dorf … erreicht. Wie ausgestorben sind die Gassen. Eine fröhlich lachende Nepalesin winkt uns in ihr kleines Gasthaus. Auf der mit einer Folie abgedeckten Veranda serviert sie uns heißen Chai, sichtlich amüsiert über die wanderwütigen Touris in Regencapes, triefend nass und doch voller Motivation, die herrliche Annapurna Range per pedes zu entdecken. In diesem Moment kann man sich nichts Besseres vorstellen!

Ankunft in der Basanta Lodge. Ein paar zaghafte Sonnenstrahlen dringen durch die Wolken, ein blaues Band schiebt sich dazwischen und gibt den Blick frei. Diesen sagenhaften Blick auf die gesamte Annapurna Range. Es ist ein Bild, das den Atem raubt. Sprachlos macht ob der unendlichen Würde und Mächtigkeit dieser höchsten Berge der Erde. Während wir im noch subtropischen Klima schwitzen, erscheinen die im ewigen Eis und Schnee gefangenen Gipfel wie Boten aus einer anderen Welt. Trekking in Nepal – das muss nicht die Besteigung eines 8000er sein. Auch nicht eine wochenlange Tour in atemraubenden Höhen. Die Begegnung mit dem Himalaya gibt es auch in sanfterer Form. Und für jeden erreichbar.

©Susanne Pinn

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